Blog / Neuigkeiten

  1. IMM Cologne Messeneuheiten 2017

    Origins Complete Fold von Sebastian Herkner

    Nach seinem Bett CALM hat Sebastian Herkner nun auch ein Bett für unsere ORIGINS COMPLETE Kollektion designt. Mit seinen zwei verstellbaren Kissen lädt unser Bett FOLD zu gemütlichen Stunden, mit einem Buch und einem Tee, ein.

    Das neue Design-Bett von SCHRAMM. Mit einem raffinierten Kopfteil, das dem Schläfer die Möglichkeit bietet, endlich ohne zusätzliche Kissen bequem im Bett zu sitzen, etwa zum fernsehen oder um noch letzte Mails zu checken. Wer dann noch vor dem Einschlafen sein Handy auf Flugmodus einstellt, genießt eine ungestörte, entspannte Nachtruhe auf einer perfekt auf den Körper abgestimmten Matratze. Umso schöner, dass sich das verstellbare Kopfteil ganz einfach per Hand stufenlos bewegen lässt. FOLD – ein wunderbar bequemes Bett aus der ORIGINS COMPLETE Serie.

    Origins Complete Fold von Sebastian Herkner



    Sebastian-Herkner_Schramm

    Sebastian Herkner

    1981: geboren in Bad Mergentheim
    2001 bis 2007:Studium an der Hochschule für Gestaltung Offenbach
    am Main, Industrial Design
    2003 bis 2004: Praktikum bei Stella McCartney Ltd. London während
    des Studiums
    2006: Gründung eines eigenen Studios in Offenbach am Main
    Ausgezeichnet mit zahlreichen nationalen und internationalen Design Awards

    “Wenn man das erste Mal die Fertigung bei SCHRAMM besucht, ist man sofort begeistert von der Handarbeit und Sorgfalt, welche den Produkten entgegengebracht wird. Vom Glühen der Sprungfedern bis hin zum Bettgestell wird alles unter einem Dach gefertigt. Eine solch authentische und erfahrbare Fertigungslinie kann man sich als Gestalter nur wünschen.”

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  2. IMM Cologne Messeneuheiten 2017

    Purebeds Some Day von Hanne Willmann

    Zwei Holme aus Massivholz in Esche natur rahmen das komfortabel und gemütlich gepolsterte Kopfteil ein. Ein weiteres frisches Bett für unsere PUREBEDS Kollektion, welches mit seinen ästhetischen Details an den skandinavischen Einrichtungsstil erinnert.




    Hanne Willmann

    Hanne Willmann

    ist eine Industriedesignerin aus Berlin. Ihre Kernkompetenzen liegen im Bereich Möbel, Beleuchtung und Geschirr. Das Experimentieren mit verschiedenen Materialien und ihrer zahllosen Kombinationen ist die Grundlage all ihrer Arbeit. Ihre erfinderischen Designs werden durch ihre tiefe Leidenschaft für Details und den hohen Wert charakterisiert, der ästhetischem Reiz beigemessen wird. Nach dem Studium an der Hochschule der Künste in Berlin und der ELISAVA Barcelona School of Design and Engineering arbeitete Hanne mit Designern wie Werner Aisslinger und Autoban Istanbul und hält Vorlesungen an der Universität der angewandten Künste in Dessau. Kürzlich wurde sie zum „Design Talent des Jahres 2015“ durch die Zeitschrift A&W und zur „Newcomer Finalistin“ für den German Design Award 2016 gewählt.

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  3. Rheinpfalz 02.11.2016

    Der Bettenmacher am Donnersberg

    Schramm- Werkstätten in Winnweiler setzen schon lange auf das Zwei-Matratzen-System-Chancen und Risiko des Boxspring-Trends.

    Winnweiler.  Jahrzehntelang richtete sich die Nordpfälzer Manufaktur Betten-Schramm in der Hochqualitäts-Nische Kastenmatratze ein. Doch dann wurde sie vom Boxspring-Trend erwischt. Bisher gelingt es den Schramm-Werkstätten auf der Welle zu reiten.

    Manufaktur-Chef Axel Schramm hat einen Traum zum Geschäftsmodell gemacht: Dem Ideal zum Schlafen wie auf einer Wolke soll man in seinen Betten möglichst nahekommen können. Wie sein Vater und sein Großvater sei er davon überzeugt, dass das mit der Bettentechnik des Zwei-Matratzen-Systems - auch Kastenmatratze genannt - besser gelingt als mit der in Deutschland immer noch dominierenden Technik Lattenrost mit Schaummatratzen, sagt er im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Am altbewährten Zwei-Matratzen-Bett haben die 1923 vom Großvater gegründeten Schramm-Werkstätten auch festgehalten, als der Trend nach dem Ende des zweiten Weltkriegs völlig in die andere Richtung lief.

    Betten-Schramm ging in die Kastenmatratze-Nische und setzt auf höchste Qualität durch Handarbeit. Das Flaggschiff ist das Drei-Matratzen-System ,,Grand Cru‘‘: ein handgefertigtes Unterbett, darin handgezogene Taillenfedern, handgegurtet und geschnürt, die Zwischenmatratze ,,Silhouette‘‘ unter der Obermatratze ,,Grand Cru N 1‘‘. Diese ist ausgestattet mit ofenthermisch vergüteten - das heißt durch Erhitzen gehärteten - Zwölfgang-Federn. Die sind einzeln von Hand in Baumwolltaschen eingenäht. Die Schurwolle stammt von französischen Freilandschafen. Dazu gibt es Seide und Leinen mit zusätzlicher Abdeckung in Kaschmir: das alles für 17.500 bis 50.000 Euro in der Doppelbett-Ausführung.

    Als es am ursprünglichen Standort in Alsenborn zu eng wurde, zog Schramm um in den Industriepark Langmeil der Donnersberg-Verbandsgemeinde Winnweiler. Da hatte das Unternehmen 65 Mitarbeiter. 2012 wurden die räumliche Produktionskapazität mit einer Investition mit 8 Millionen Euro fast verdoppelt – gerade rechtzeitig zu Beginn des Boxspring-Booms. Heute arbeiten 200 Beschäftigte bei Schramm. Der Firmenchef, der seit 2014 auch Präsident des Verbands der Deutschen Möbelindustrie ist, freut sich einerseits über den ,,Boxspring-Hype‘‘, wie er sagt. Doch andererseits sieht er auch die Gefahr, dass Trittbrettfahrer mit schlechten Billigprodukten dem Image des traditionellen Zwei-Matratzen-System schaden können. Deshalb segelt er nicht unter der Flagge Boxspring, sondern spricht von Zwei-Matratzen-System, Kastenmatratze und klassischer Polstertechnik.

    Ein Schramm-Doppelbett kostet zwischen 4800 und - ausgestattet mit einer motorischen verstellbaren Untermatratze - 50.000 Euro. Das ,,Grand Cru‘‘ gibt es ab 18.000 Euro. Im Durschnitt geben Schramm-Kunden 8.000 bis 10.000 Euro für ihr Bett aus. Unter- und Obermatratze gibt es zusammen in Preisklassen von 1750 bis 3600. Verkauf ab Werk gibt es nicht. Der Vertrieb läuft über Möbelhändler.

    Im laufenden Jahr will Schramm beim Umsatz erstmals die Marke von 30 (2015: gut 29) Millionen Euro übertreffen. Geplant ist der Verkauf von 11.500 (10.800) Matratzen und 4400 (4300) kompletten Betten. Die Ertragslage bezeichnet er als gut. Die Exportquote liegt bei knapp einem Drittel des Umsatzes.

    Axel Schramm leitet die Bettenmanufaktur seit 1998. Während seines BWL-Studiums in Mannheim hat er Praktika als Polsterer, Schreiner und Näher gemacht. Kürzlich ist er 60 geworden. Mit 65 will er einen Teil der Verantwortung an die nächsten Generationen abgeben. Seine vier ,,Kinder‘‘ im Alter von 19 bis 25 Jahren hätten Interesse. Im Jahr 2023, wenn die Schramm-Werkstätten 100 Jahre alt werden, will sich der Chef dann ganz zurückziehen.

    Der Verband, den Schramm führt vertritt die Interessen einer Branche mit 84.000 Mitarbeitern, 17,4 Milliarden Euro Jahresumsatz und 499 Unternehmen ab 50 Beschäftigten. Als wichtigste Ziele der Branche sieht Schramm die internationale Designführerschaft und das Umsetzen der Digitalisierung.

     

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  4. Blog Bettgeschichten No. 4

    Angela, wie soll ich nur mein Bett anziehen?


    Wie die neue Home Collection des Hauses Schramm entstand

    Von Stefanie von Wietersheim

    Haben Sie ein schönes Bett – bestimmt, oder? Und haben Sie auch schöne Bettwäsche, in der Sie sich wohlig räkeln? Ja klar! Oder eher: Nicht so sicher? Noch nie darüber nachgedacht? Denn was schöne Bettwäsche eigentlich ist, darüber gehen die Meinungen auseinander wie über Boyfriend-Jeans, Smokey-Eye-Makeup und die Form von anständigen Smokinghemden. Der internationale Markt für Bettwäsche ist so bunt und vielfältig geworden, wie die Menschen, die sich in den Betten tummeln: Statt Laken und Bezügen aus weißem Leinen - europäischer Standard bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts - gibt es heute lässige Sportswear, funkige High-Street-Fashion und edle Couture im Bett. Lavendelfarbene Bezüge aus Jersey, gecrashte Stoffe mit Blümchen, bügelfreie Seersucker-Modelle, gar Inselpanoramen auf Polyester-Kopfkissen. Wilde Papageienmotive, dezente blau-weiße Streifen, starke Beeren-Blockfarben, champagnerfarbener Satin mit eingestickten Initialen – nichts ist unmöglich. Eine schöne Freiheit im Bett, neben anderen.

    Wie unser Bett angezogen sein soll, das bestimmen nur wir selbst. Denn ein Bett kleidet man so ein wie den eigenen Körper. Und so wurde auch die Kreativdirektorin der Schramm Bettenmanufaktur, Angela Schramm, auf Messen in Paris, Mailand und Frankfurt immer wieder gefragt: „Wie würdest Du dieses Bett anziehen? Du hast doch einen so tollen Modestil! Du siehst so viele Trends auf der Welt, kennst die besten Stoffhersteller!“ Nach unzähligen modischen Bett-Beratungen beim späten Apéritif in einer Bar, auf Betten in der Messehalle sitzend oder in der Diskussion mit Designjournalisten kam die leidenschaftliche Stylistin auf die Idee, eine eigene Home Collection aufzubauen: Bettwäsche, Kissen, Plaids! Nur von kleinen Herstellern, die ihr Handwerk wirklich verstehen. Handtücher! Wer macht die besten? Köstliche Duftsteine und Wäschesprays! Ab nach Südfrankreich! Angela Schramm reiste durch Europa, besuchte kleine Webereien, sprach mit Schneidern, Stickern, Stoffhändlern, Parfümeuren.Und baute peu à peu ihre Antwort auf die Frage aus: Wie ziehe ich ein Bett schön an? Schließlich entstand eine immer größere Kollektion, die immer weitere geografische Kreise zog. Ein Mode-Abenteuer mit dem Ziel: das Bett und das Schlafzimmer anzuziehen. Ausgehend von der deutschen und italienischen Wäschetradition kam sie über Frankreich und Portugal bis in die Mongolei und nach Indien. Ihrer persönlichen Liebe zu edlen Stoffen entsprechend ließ sie feine Decken aus mongolischem Kaschmir weben, Überdecken und Zierkissen von indischen Kunsthandwerkern besticken. Zum Schluss kamen Bademäntel, Hausschuhe und Tee dazu.

    Und die Farben? Definitiv keine Papageiengärten im Bett. Kein schnelles Blingbling. Keine Knalltöne. Erst einmal weiß. Matt oder schimmernd. Dann Creme. Natur. Grau. Sanftes Taubenblau. Leise. Klassisch. Etwas, das immer bleiben kann. So wie ein Kamelhaarmantel. Eine handgenähte schwarze Handtasche.

    Bettwäsche mit Understatement-Eleganz, die bei guter Pflege ein Leben lang hält, hat in Europa, besonders in Deutschland, eine lange Tradition. Leinewebereien wie Strunkmann & Meister aus Bielefeld belieferten lange Zeit europäische Adelsfamilien und das reiche Bürgertum. Gute Wäsche war in der europäischen Kultur etwas wie ein kostbarer Damensekretär, eine sportliche Kutsche oder ein dreireihiges Perlenhalsband: etwas, das im stolzen Besitz der Frauen blieb und den Geschmack der Familie zeigte. Mädchen heirateten mit einer möglichst umfangreichen Ausstattung an Bett- und Tischwäsche, gezeichnet mit den Initialen ihres Geburtsnamens, meist zierlich mit rotem Faden eingestickt; manchmal findet man diese anmutigen alten Wäschestücke noch auf Antikmärkten. Ganz besonders schön kann man die hohe europäische Wäschekultur in einem vom Beginn des 20. Jahrhunderts stammenden alten Musterbuch sehen, dass das Schramm Kreativ-Team in einem Antiquariat fand: Leinenbezüge verziert mit feinen Hohlsäumen, Überschlagtücher mit handgearbeiteter Languette (zungenförmigen Ausbuchtungen), Tupfen- und Plattstichstickerei, Querfalten – nach fast hundert Jahren in fantastischem Zustand. In diese Tradition stellt sich heute auch die feine Bettwäsche aus Baumwoll-Satin und Baumwoll-Perkal mit verschiedenen Säumen und Stickereien, die für die Schramm Home Collection in einer Manufaktur in Norditalien gefertigt wird. Und in Zeiten, in denen junge Mädchen nicht mehr jahrelang an ihrer Aussteuer arbeiten müssen, sondern für ihre Universitätsdiplome lernen können, hat elegante Bettwäsche nun neben Eleganz, Stil und Luxus auch eine andere Konnotation bekommen: Reines sinnliches Vergnügen.

    Die Schramm Home Collection ist seit Anfang Dezember im neuen Schramm Online Shop und bei Schramm-Händlern zu kaufen.

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  5. Wo ich am liebsten schlafe

    Wo ich am liebsten schlafe.

    Von Dr. Stephan Demmrich, Chefredakteur Wohn!Design

    Die Fotos entstanden gestern auf die Schnelle in meinem Schlafzimmer. Den Sekretär haben mir meine Eltern zum Abitur geschenkt. Die Grafik an der Wand trägt den Titel „Raumbild II“ und ist eine Arbeit von Werner Höll aus dem Jahr 1969. Ich habe sie vor vielen Jahren auf einer Auktion hier in Stuttgart ersteigert. Die Wandfarbe habe ich zusammen mit einem Künstlerfreund ausgewählt: „French Grey“ von Farrow & Ball – eigentlich kein Grau, sondern eher ein Schlammgrün. Es passt perfekt zur Entstehungszeit unseres Wohnhauses gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Den Bücherstapel neben mir, meist Kunst- und Architekturtitel, setzt eine Wandleuchte von Bestlite ins richtige Licht.


    Ehrlich gesagt liege ich nie mit Klamotten auf dem Bett, das mag ich genauso wenig wie Frühstücken im Bett. Doch worauf ich mich jeden Tag aufs Neue freue, ist der Moment, an dem ich mich unter meiner Decke „verkrümele“ und innerhalb weniger Minuten in den Tiefschlaf falle. Im Normalfall passiert das nach Mitternacht, in Ausnahme-Situationen wie bei Heftschluss auch erst gegen zwei Uhr. Mein Schramm-Bett ist meine persönliche Ruheinsel und begleitet mich schon über ein Jahrzehnt. Davor habe ich in einem Aluminiumbett geschlafen auf einer orthopädischen Matratze mit der Dicke einer leichten Turnmatte aus Schulzeiten. Rückblickend recht sportlich. Morgens mit warmen Füßen kaltes Metall zu berühren, ist eine meiner Erinnerungen aus dieser Zeit genauso wie das harte Alurohr, das beim Lesen irgendwie immer im Weg war. Heute fällt mir das Aufstehen wesentlich schwerer, und ich kämpfe mit dem Radiowecker um jede Minute. Das liegt ganz klar am Liegekomfort, möglicherweise aber auch am Alter. Es hat allerdings etwas länger gedauert, mich für ein Boxspring-Bett zu erwärmen:
    Den Kontakt zu Angela und Axel Schramm machte meine damalige Wohn!Design-Kollegin Helene Schwab, die mich auf der Kölner Möbelmesse mit den Worten zur Seite zog: „Ich muss Dir eine ganz tolle Firma zeigen. Die Besitzer sind echte Feingeister. Du wirst begeistert sein.“ Sie hatte Recht, wie sich bei einer Runde Leberwurstschnittchen und Pfälzer Wein zeigte. Mir gefiel und gefällt die Bodenständigkeit des Paares, seine Herzlichkeit und Aufmerksamkeit, doch genauso sein Umgang mit den Mitarbeitern. Für mich ist das Thema Unternehmenskultur ein ganz wichtiges Kriterium für die Beurteilung einer Marke. Objekte, die in einem positiven Umfeld entstehen, haben „Good Vibrations“. Umso wichtiger, wenn es sich um Dinge handelt, die uns lange begleiten sollen. Davon bin ich als Designjournalist und „alter Hase“ inzwischen überzeugt.
    Der Rundgang über den Messestand war damals echtes Neuland für mich. Natürlich kannte ich den Begriff „Taschenfederkernmatratze“, aber spätestens beim Thema Ofenvergütung von Metallfedern war ich raus. Inzwischen weiß ich, dass die thermische Behandlung einen Einfluss auf ihre spätere Elastizität hat. Natürlich ließ sich der Komfort des Zwei-Matratzen-Systems nicht bei einem kurzen Probeliegen im Messetrubel beurteilen.
    Die Wirkung eines perfekt auf eine Person abgestimmten Boxspringbetts wurde mir erst ein paar Monate später bewusst, als sich eine Fotografin von uns bei einem Shooting in ein Schrammbett verliebte. Damals litt sie unter extremen Rückenbeschwerden und wechselte drei bis viermal in der Nacht ihre Schlafstelle: Ihr wiederkehrender Exkurs führte sie aus dem Ehebett auf ein Sofa im Wohnbereich von dort zu einem Sessel und zurück. Einige Tage nach der Lieferung ihres neuen Betts trafen wir sie zu einem Abendessen und waren erschreckt über ihre „unerträgliche“ Power: „Ich kann Bäume ausreißen“, rief sie laut, zwickte die Gäste und sprang um den Tisch herum. Sie lachte und war dabei ausgelassen wie ein Teenager. Keine Rückenprobleme mehr und munter wie ein Fisch im Wasser. Wenn die richtige Matratze zu einer so derartigen Verjüngung und Energieausschüttung führen konnte, dann wollte ich auch ein Boxspring-Bett haben!
    Den tatsächlichen Ausschlag für mich gab die Besichtigung der Schramm-Manufaktur in Winnweiler. Die rein handwerkliche Produktion, das Engagement der einzelnen Mitarbeiter und das ganze Drumherum haben mich echt beeindruckt. Insbesondere die Sauberkeit in den Hallen, von der einige Mitbewerber nur träumen können. Da lag kein Fusel auf dem weißen Boden. Und alles „Made in Germany“. Mit vielen Eindrücken und einem Stapel von Katalogen und Presseunterlagen zurück in Stuttgart fand ich das passende Bett: „Origins Basis“ in Kombination mit dem Betthaupt „Lago“. Das Modell gefällt mir immer noch am besten, weil es eine hohe Bodenfreiheit hat und durch seine Proportionen und die grazilen Holzfüße elegant wirkt. Lederbezüge gab es damals bei den Schramm Werkstätten noch nicht, und so brachte ich drei Bio-Kuhhäute von einer süddeutschen Gerberei mit. Sonderanfertigungen kommen bei Schramm immer wieder vor – ein Qualitätskriterium. Heute ist Leder fester Teil der Kollektion. Das Material bietet den Vorteil, dass es in Würde altert. Einmal im halben Jahr trage ich eine gute Pflege auf – das war’s.


    Natürlich gibt es viele Unternehmen, die Boxspring-Betten produzieren. Aber kaum eines fertigt so formschöne und raffinierte Modelle. Mit den eher klobigen Exemplaren, wie man sie aus Nobelhotels kennt, haben Schramm-Betten nichts gemein. Über die Jahre hat die Manufaktur mit Unterstützung guter Designer, aktuell mit Sebastian Herkner, ihre Modellpalette kontinuierlich erweitert und modifiziert. Dazu kam eine erlesene Bettwäsche-Kollektion und kürzlich eine erste Home Collection. Wohnlicher kann Schlafen nicht aussehen.
    Unser Magazin Wohn!Design begleitet die Entwicklung der Schramm Werkstätten seit mehr als 15 Jahren. Es macht große Freude, die stilsicheren Looks von Angela Schramm anzuschauen oder den neuesten technischen Clou ihres Ehemanns Axel zu begutachten. Frau Schramm hat einen exquisiten Geschmack und ein sicheres Auge, wenn es um Arrangements, Bettenformen und die Auswahl der passenden Wäsche geht. Das inspiriert auch mich als Redakteur. Herr Schramm ist in Sachen Technik und Matratzen ein wandelndes Lexikon, der genauso über andere Bettsysteme abgrundtiefe Kenntnisse besitzt. Aus diesem Grund genießt die Marke Schramm Werkstätten bei uns als Magazin, doch genauso im Fachhandel einen ausgezeichneten Ruf.
    In den vielen Jahren ist aus gegenseitiger Wertschätzung eine Freundschaft gewachsen, die auf Vertrauen und Offenheit basiert. Dazu gehört auch, nach der geschätzten Meinung seines Gegenübers zu fragen – sei es zu einem neuen Modell oder zur aktuellen Ausgabe unserer Zeitschrift. Darauf bin ich stolz. In der Einrichtungsbranche ist das keinesfalls selbstverständlich. Übrigens liege ich hier nicht auf Schramm-Bettwäsche. Die petrolfarbenen Kissen sind von Luiz (auch „Made in Germany“), die Streifenbezüge habe ich bei Urbanara, einem Internet-Shop, entdeckt und das Kissen mit dem Ungeheuer kreierte Timorous Beasties aus Glasgow.

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